Von der Obdachlosigkeit zum Buchautor

Fast schon ein wenig beschwingt betritt Oscar Wilmers (Name von der Redaktion geändert) den hellen Besprechungsraum „Sonnenschein“ in der Tagesaufenthaltsstätte der Diakonie in Pinneberg. Er freut sich heute besonders auf das Angebot der kostenlosen-Brillensprechstunde, denn sein Leben nimmt zurzeit eine gute Wendung. Nach mehreren harten Jahren in einer Obdachlosenunterkunft, weiß er wovon er spricht. Er hatte viele Probleme mit sich und mit anderen, auch gesundheitlich ging es ihm sehr schlecht. Die regelmäßigen Besuche hier in der Einrichtung und die zugewandten Gespräche mit den Mitarbeitenden halfen ihm über die Zeit wieder langsam Fuß zu fassen.

Infotafel des Katharina-von-Bora-Haus ©MEHRBLICK

Jobcoach hilft bei Berufsfindung

Inzwischen hat er über das Jobcenter an einem Coaching teilnehmen können und ist ganz begeistert:“ Ich habe schon immer viel geschrieben. Seit aber meine Tochter eines Tages zu mir sagte: Papa, nur Du verstehst, wie wir Kinder denken. Schreib` doch mal ein Kinderbuch…“, habe ich mich hingesetzt und war nicht mehr zu stoppen“. Inzwischen sind es mehrere Bücher geworden und Oscar Wilmers ist auf der Suche nach einem passenden Verlag. Mit Hilfe des Jobcoaches entwickeln sie gerade eine eigene Internetseite dafür.

Neue Brille – neues Buch

Sehstärkenmessung ©MEHRBLICK

Bei so viel Enthusiasmus möchten auch das MEHRBLICK-Team seinen Beitrag leisten und fragt, wie wir ihm helfen können. Seine Brille sei kaputt und auch die Glasstärke wäre nicht mehr aktuell. Das Geld ist noch sehr knapp und deshalb hoffe er heute von MEHRBLICK eine bessere Brille als seine Alte zu bekommen. Besonders beim Schreiben merke er, dass seine Augen schnell ermüden und tränen. Auch über Kopfschmerzen klagt er.

Ein klarer Fall für Wolfgang, den ehrenamtlichen Optikermeister bei MEHRBLICK. Routiniert erklärt er dem Besucher, was es mit seiner Sehfähigkeit auf sich hat, und macht einen Sehtest.

Bereits nach zwei Versuchen findet sich das optimale Modell und Oscar Wilmers lacht erleichtert: „Was für ein Unterschied, ich fühle mich gleich besser. Heute Abend wird mir das Schreiben noch leichter von der Hand gehen.“ Wie schön, wenn sich Dinge zum Guten wenden und das auch noch im Besprechungsraum „Sonnenschein“.

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