Dicht an dicht saßen die Menschen auf dem kleinen Flur in dem Gemeindehaus der St. Michaeliskirche in Hamburg und warteten auf die kostenlose Augenüberprüfung bei den Optikern von MEHRBLICK.
90 Personen kamen zum kostenlosen Sehtest
Anlässlich der deutschlandweiten „Woche des Sehens“ hat MEHRBLICK seine Brillen-Sprechstunde auf den Gesundheitstag der Hamburger Arbeit gelegt. Der große Andrang musste durch eine ordnende Person geleitet werden. “Zum Glück hat MEHRBLICK das Untersuchungszimmer im 2. Stock bekommen. Wären sie im Erdgeschoss untergebracht, würden die Menschen wahrscheinlich nur zur Augenkontrolle gehen und nicht unserer anderen Angebote der Gesundheitsvorsorge wahrnehmen…“, so die Koordinatorin Leandra Bartels vom Veranstalter Hamburger Arbeit.

Über 70 Brillen und viele Fragen an die Optiker
Die mobile Brillen-Sprechstunde hatte wie gewohnt viele Brillen und Zubehör dabei. Dennoch waren diesmal nach drei Stunden alle Etuis ausgegeben. Als Ersatz dienten kleine Plastiktüten zur Aufbewahrung der Brillen. Insgesamt erhielten die Besucher über 70 Brillen für den Nah- und Fernbereich.
Die Besuchenden hatten viele Fragen an das Optiker-Team und waren sichtlich erleichtert, dass dieses Angebot für sie kostenlos war. Einige Menschen beschrieben ihre finanzielle Notlage, da sie Bürgergeld bezögen und für eine neue Brille am Ende des Monats kein Geld mehr übrig sei. Auch psychische Probleme kamen immer wieder zur Sprache.
Besucherzahl steigt jedes Jahr

Vorrangig werden bei MEHRBLICK obdach- und wohnungslose Menschen mit passenden Brillen versorgt. Seit drei Jahren bemerken die ehrenamtlichen Helfer bei MEHRBLICK jedoch, dass die Gruppe von Armut Betroffener, aber nicht obdachloser Menschen in Deutschland bei den Sprechstunden wächst.
Trotz Anspruch kein Besuch beim Augenarzt
Viele der Besucher waren schon mehrere Jahre nicht mehr bei einem Arzt, weil sie meinen, dass sie „sowieso keinen Termin bekommen würden“, oder Angst vor einer belastenden Diagnose haben. Auch die Befürchtung eine angebotenen IGEL-Leistung, wie z.B. Augendruckmessung nicht bezahlen zu können, verhindert einen Gang beim Augenarzt.
Optiker punkten mit Fachwissen
Das MEHRBLICK-Team bekräftigt die krankenversicherten Besucher darin, einen Optiker aufzusuchen, denn die Expertise und das persönliche Fachgespräch ist nur dort möglich.
Gleichzeitig weist es immer wieder darauf hin, dass ein Optiker keinen Augenarztbesuch ersetzt, weil Optiker keine medizinischen Diagnosen stellen können und dürfen.



