Unser Mann für alle Fälle

Neben aufbereiteten Brillen sind unsere ehrenamtlichen Mitarbeitenden das Herz von MEHRBLICK. Sie schenken uns Zeit, Fachwissen und ihre Leidenschaft für gutes Sehen. Einer von ihnen ist Wolfgang (68), der seit 2024 die Brillen-Sprechstunden in Hamburg unterstützt. Egal wann Unterstützung gebraucht wird – er versucht, Einsätze möglich zu machen und bereichert MEHRBLICK mit Kompetenz und Humor. Für unseren Fragebogen hat er persönliche Einblicke in sein Engagement gegeben.

Optikermeister Wolfgang bei der Feststellung der Sehfähigkeit einer Besucherin. ©MEHRBLICK

Warum engagierst Du Dich bei MEHRBLICK?

„An der Not oder dem Leid einer bedürftigen Person Geld zu verdienen geht gegen meine ethische Vorstellung und gegen die menschliche Würde dieser Person. Ich habe über 40 Jahre den Beruf eines Augenoptikmeisters ausgeübt und dadurch viel Erfahrungen in der Bestimmung der optimalen Sehfähigkeit gesammelt. Diese Erfahrungen möchte ich nun in der Zeit meines Ruhestandes unentgeltlich den Obdachlosen und Bedürftigen zugutekommen lassen. Deshalb habe ich mich dem MEHRBLICK-Team in Hamburg gerne angeschlossen.“

Wie sinnvoll findest Du die kostenlosen Brillen-Sprechstunden?

„In meinen Augen ist es ein sehr wichtiges Angebot für Menschen, die aus verschiedenen Gründen kein Optikergeschäft aufsuchen können oder möchten. Außerdem schließt MEHRBLICK damit eine entscheidende Versorgungslücke für bedürftige Menschen in unserem deutschen Gesundheitssystem.

Mit unserem Angebot tragen wir dazu bei, dass Menschen sich in ihrem Alltag und auch im Straßenverkehr sicherer bewegen können. Eine passende Brille steigert ihr Selbstwertgefühl, was den ein oder anderen auch befähigt neue Schritte zu wagen.“

Durch unsere persönliche Zuwendung in den Sprechstunden, respektieren wir ihre Würde, sind Zuhörer für ihre Sorgen und Ängste und können manchmal auch weiterführende Hilfen vermitteln. Die Freude und Dankbarkeit für eine neue Brille berühren mich emotional.

Gibt es Sprechstunden, die Dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

„Am liebsten unterstütze ich die „Wohlfühlmorgen“-Aktionen in den verschiedenen Städten.  Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, wie die „Besucher“ es sich gut gehen lassen; es genießen, wenn                      man sich um sie kümmert. Das Friseurhandwerk, die Hörakustiker, die Fußpflege, die Sprechstunde für Rechtsfragen oder unser Optikerhandwerk sind alles wohltuende Angebote, die sich die Menschen sonst nicht leisten könnten.“

Was machst Du noch in Deiner freien Zeit?

„Wenn ich nicht mit MEHRBLICK unterwegs bin, engagiere ich mich für die Organisation „Der Hafen hilft“. Auch hier geht es für mich um die Unterstützung von bedürftigen Personen in Deutschland, aber auch international. Diese beiden Tätigkeiten ergänzen sich im Sinne der Nächstenliebe sehr gut für mich. Ansonsten genieße ich gerne mit meiner Frau die Nordseeluft, fahre ab und zu Fahrrad, spiele leidenschaftlich alle 14 Tage Doppelkopf und pflege meinen Naturschwimmteich zu Hause.“

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